Preise Übersetzungen

Wie berechnet sich der Preis für eine Übersetzung?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Gebühren einer Übersetzung zu bestimmen. Manche Übersetzer arbeiten mit Normseiten (die dann durch “Zeilen x Anschläge” definiert werden), manche mit Zeilen (denen aber auch eine bestimmte Anzahl von Anschlägen zugrunde liegen muss) und wieder andere mit Anschlägen (mit und ohne Leerzeichen). Diese Systeme haben den großen Nachteil, dass ein zu übersetzendes Dokument zunächst einmal dem entsprechenden Schema angepasst werden muss, bevor es berechnet werden kann, und diese Umrechnung ist für den Kunden oft nicht transparent.
Hinzu kommt, dass nicht jeder Text gleich ist. Sowohl im Textanspruch als auch im Textumfang gibt es große Unterschiede, die bei der Gebührenberechnung berücksichtigt werden müssen.
Ein einfacher Erzähltext ohne Fachvokabular erfordert  beispielsweise wesentlich weniger Arbeit als das Reproduzieren eines Formulars (hierzu zählt auch die Textformatierung!) oder das Übersetzen von umfangreichen fachsprachlichen Abhandlungen.
Das weiß auch der Gesetzgeber und sieht deshalb für die Entschädigung von Übersetzern, die von Gerichten und Staatsanwaltschaften herangezogen werden, Ermessensspielräume vor.
In § 11, JVEG heißt es dazu:

(1) Das Honorar für eine Übersetzung beträgt 1,25 Euro für jeweils angefangene 55 Anschläge des schriftlichen Textes. Ist die Übersetzung, insbesondere wegen der Verwendung von Fachausdrücken oder wegen schwerer Lesbarkeit des Textes, erheblich erschwert, erhöht sich das Honorar auf 1,85 Euro, bei außergewöhnlich schwierigen Texten auf 4 Euro.“

So weit zu den Schwierigkeiten.

Zwischen all diesen zu berücksichtigenden Faktoren und Ermessensspielräumen verbirgt sich aber der große Vorteil, dass jede Übersetzung individuell beurteilt werden kann, um das jeweils optimale Preis-Leistungs-Verhältnis zu bestimmen, denn letztendlich zählt nicht der Betrag, den Sie bezahlen, sondern der Gegenwert, den Sie dafür bekommen!

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